Joule Work

Der neue KI-Arbeitsplatz von SAP

Joule Work ist SAPs neuer Einstiegspunkt für KI-gestütztes Arbeiten im Unternehmen – vorgestellt im Umfeld der SAP Sapphire 2026. Im Mittelpunkt steht nicht mehr die klassische Navigation durch einzelne Anwendungen, sondern die direkte Arbeit über Ziele, Aufgaben, Gespräche und KI-Agenten. Anwenderinnen und Anwender beschreiben, was sie erreichen möchten. Joule unterstützt anschließend dabei, Informationen zu finden, Aufgaben zu strukturieren, Daten auszuwerten, Prozesse anzustoßen und Arbeitsschritte über SAP- und Nicht-SAP-Systeme hinweg zu koordinieren.

Joule Work verändert die Art, wie Menschen mit Unternehmenssoftware arbeiten

Joule Work verändert die Art, wie Menschen mit Unternehmenssoftware arbeiten. Statt zuerst die passende Anwendung, Transaktion oder Seite zu suchen, startet die Arbeit über eine natürliche Eingabe: eine Frage, ein Ziel, eine Aufgabe oder ein gewünschtes Ergebnis.

Joule kann dabei auf den Business-Kontext zugreifen, relevante Informationen zusammenführen und passende Joule Assistants oder Joule Agents einbinden. Ziel ist ein Arbeitsmodus, bei dem komplexe Aufgaben nicht mehr über viele einzelne Systeme verteilt bearbeitet werden müssen, sondern aus einem zentralen Arbeitskontext heraus.

Typische Einsatzszenarien sind zum Beispiel:

  • Analyse von Geschäftsdaten
  • Zusammenfassung von Informationen und Dokumenten
  • Recherche über verschiedene Datenquellen hinweg
  • Vorbereitung von Entscheidungen
  • Auslösen von Folgeaktionen
  • Koordination mehrstufiger Workflows
  • Zusammenarbeit in thematischen Arbeitsräumen

Conversations

Sagen Sie, was Sie wissen wollen!

Conversations sind der Einstieg in Joule Work. Anwenderinnen und Anwender formulieren in natürlicher Sprache, was sie wissen, analysieren oder erreichen möchten. Joule führt Informationen aus SAP- und Drittsystemen zusammen, gibt Handlungsvorschläge oder stößt passende nächste Schritte an.

Spaces

Dynamische Arbeitsräume für komplexere Aufgaben

Spaces erweitern die reine Unterhaltung um einen strukturierten Arbeitskontext. Sie dienen als dynamische Arbeitsräume, in denen Informationen, Aufgaben, Entscheidungen, Diskussionen und KI-Unterstützung zusammengeführt werden können.

SAP beschreibt Spaces als Einstiegspunkt für komplexere Workflows. Conversations können in Spaces übergehen, wenn aus einer einfachen Frage ein mehrstufiger Arbeitsprozess wird – zum Beispiel bei der Bearbeitung eines Kundenfalls, der Vorbereitung einer Entscheidung oder der Koordination zwischen Fachbereich, IT und Management.

Entwicklen

Vibe Coding mit SAP Joule Studio ✨ 

Mit Hilfe der neuen Entwicklungsplattform Joule Studio 2.0, die SAP im Mai 2026 auf der Sapphire vorgestellt hat, kann Joule Work auch von Nicht-Entwicklern genutzt werden, um eigene KI-Agenten, Apps und Workflows zu erstellen und einzusetzen.

Neu ist dabei vor allem die Art der Entwicklung: Statt Anwendungen vollständig manuell zu modellieren oder zu programmieren, beschreibt man zunächst fachlich, was erreicht werden soll. Joule Studio erzeugt daraus automatisch erste Prozesse, Oberflächen, Agent-Strukturen und technische Artefakte.

So können auch Fachbereiche mit Unterstützung von KI eigene Automatisierungen und Workflows erstellen, während professionelle Entwickler die generierten Inhalte erweitern und individuell anpassen können. Gleichzeitig greift Joule Studio 2.0 auf SAP Business-Kontext, Prozesse und Unternehmensdaten zu und ermöglicht dadurch die Entwicklung von KI-Anwendungen mit direktem Bezug zu realen Geschäftsprozessen.

Joule Work Desktop

Für Windows und MacOS

Mit Joule Work führt SAP erstmals eine plattformübergreifende Desktop-App für den direkten Einstieg in KI-gestützte Geschäftsprozesse ein. Statt SAP-Anwendungen ausschließlich im Browser zu öffnen, erhalten Anwenderinnen und Anwender einen zentralen digitalen Arbeitsplatz für SAP- und Non-SAP-Systeme – verfügbar auf Windows, macOS und mobilen Geräten.

Joule Work verbindet Conversations, Spaces, Aufgaben und KI-Agenten in einer einheitlichen Benutzeroberfläche und schafft damit eine neue Art der Interaktion mit Unternehmenssoftware: weg von klassischen Menüs und Transaktionen, hin zu einem arbeits- und zielorientierten Arbeitskontext. Im Zusammenspiel mit KI entsteht so eine neue Generation des SAP-Arbeitsplatzes.

Joule Work Mobile App

App für Joule Work und SAP Build Work Zone (zwei Experiences)

Neuer Name, vertraute Funktionen: SAP Mobile Start wurde durch Joule Work als mobile Anwendung ersetzt und erhält ein neues App-Symbol sowie eine aktualisierte Benutzungsoberfläche. Alle zentralen Funktionen bleiben erhalten, sodass Kunden und Endbenutzer ohne Unterbrechung in bestehenden Workflows weiterarbeiten können.

Die neue Version der App unterstützt also sowohl den klassischen Zugang zu SAP Systemen via SAP Build Work Zone, als auch die neue User Experience von SAP Joule Work und ermöglicht es in beiden Fällen, komplexe Arbeitsschritte auch vom Smartphone aus zu steuern, Informationen abzurufen und Workflows weiterzuführen. 

Damit wird Joule Work auch für Zielgruppen relevant, die nicht dauerhaft am klassischen Desktop-Arbeitsplatz sitzen: Führungskräfte, Außendienst, Service, Produktion, Logistik und mobile Fachbereiche.

In der Experience SAP Joule Work stehen Conversations, Spaces und Voice Interaction als zentrale mobile Funktionen zur Verfügung.

  • Conversations – auch mobil Fragen stellen und Workflows anstoßen
  • Spaces – laufende Arbeitskontexte nahtlos weiterführen
  • Voice Interaction – Gespräche starten, Aktionen auslösen, Antworten erhalten

Neuer Name, vertraute Funktionen: SAP Mobile Start wurde durch Joule Work als mobile Anwendung ersetzt und erhält ein neues App-Symbol sowie eine aktualisierte Benutzungsoberfläche. Alle zentralen Funktionen bleiben erhalten, sodass Kunden und Endbenutzer ohne Unterbrechung in bestehenden Workflows weiterarbeiten können.

SAP Joule Work und SAP Build Work Zone ergänzen sich – statt sich zu ersetzen.

Joule Work ersetzt SAP Build Work Zone nicht – vielmehr entstehen zwei sich ergänzende Ebenen: Die Work Zone organisiert den digitalen Arbeitsplatz mit Anwendungen, Inhalten und Rollen. Joule Work verändert die Interaktion mit der Arbeit selbst.

Joule Work und SAP Build Work Zone sind nicht dasselbe – beide verfolgen unterschiedliche Konzepte für den digitalen Arbeitsplatz.

Mit der Vorstellung von SAP Joule Work entsteht keine Ablösung bestehender SAP-Workplace-Lösungen, sondern eine neue zusätzliche Arbeitsweise für KI-gestützte Prozesse und Interaktionen. SAP positioniert Joule Work als dynamischen, KI-nativen Workspace für intentbasierte Zusammenarbeit mit Joule Assistants und AI Agents – während SAP Build Work Zone weiterhin die strategische Plattform für klassische digitale Arbeitsplätze, Portale und rollenbasierte Unternehmensprozesse bleibt.

Für bestehende SAP-Build- und SAP-Build-Work-Zone-Kunden bedeutet das ausdrücklich: Es ist keine Migration oder Ablösung erforderlich. SAP bestätigt in den offiziellen Unterlagen, dass SAP Build weiterhin im Markt bleibt, aktiv weiterentwickelt wird und Kunden ihre bestehenden Lösungen ohne Unterbrechung weiter nutzen können. Gleichzeitig investiert SAP auch zukünftig in SAP Build Work Zone – unter anderem in Personalisierung, agentische Workspaces, Enterprise Readiness und KI-gestützte Erweiterungen.

Digitaler Arbeitsplatz
SAP Joule Work

SAP Build Work Zone


Hauptfokus
Arbeiten über Ziele,
Aufgaben und KI-Unterstützung
Strukturierter Einstieg in
Unternehmensanwendungen
Grundidee
KI-zentrierter Arbeitsraum für
Conversations, Spaces und
agentenbasierte Arbeit
Digital Workplace und
Portalplattform für Apps,
Inhalte und Prozesse
Interaktionsmodell
Dialogbasiert:
Frage, Ziel oder Aufgabe
stehen im Mittelpunkt
Navigations- und rollenbasiert:
Seiten, Menüs und Karten
führen zur Anwendung
Kernobjekte
Conversations
Spaces
Joule Agents
Joule Assistants
Workpages
Spaces
UI Integration Cards
Apps und Inhalte
Betriebsmodell
SAP-managed Experience:
SAP definiert UX,
KI-Interaktion und Entwicklung
Customer-managed Experience:
Kunde gestaltet Struktur,
Inhalte, Rollen und Navigation
Anpassbarkeit
Stärker standardisiert
und auf SAP Business AI
ausgerichtet
Stark kundenspezifisch
konfigurierbar und erweiterbar
Typische Nutzung
Fragen stellen
Daten analysieren
Aufgaben koordinieren
Workflows anstoßen
Apps starten
Informationen finden
Prozesse bündeln
Kommunikation strukturieren
KI-Rolle
Zentraler Bestandteil
der Arbeitsweise
Ergänzende Integration möglich,
aber nicht Kern der Plattform
Mobile Nutzung
Joule Work Mobile mit
Conversations, Spaces
und Voice Interaction
SAP Mobile Start und
responsive Work Zone
als mobiler Einstieg
Stärke
Direkte produktive
Unterstützung durch KI
und Agenten
Governance, Strukturierung
und Integration von
Unternehmensinhalten
Strategische Rolle
Neue KI-basierte
Arbeits- und
Interaktionsschicht
Struktur- und
Governance-Layer für den
digitalen Arbeitsplatz
Zusammenspiel
Kann Aufgaben dynamisch
über KI und Agents
orchestrieren
Kann Inhalte, Apps und
Arbeitskontexte strukturiert
bereitstellen

Einschätzung von VANTAiO

Aus Sicht von VANTAiO entwickeln sich beide Welten künftig zunehmend zusammen: SAP Build Work Zone bleibt die zentrale Plattform für strukturierte Unternehmensportale, Navigation, Rollen- und Inhaltsmanagement sowie klassische Business-Anwendungen. Joule Work ergänzt diese Umgebung um eine neue, KI-native Interaktionsschicht, in der Benutzer Aufgaben in natürlicher Sprache formulieren und Prozesse dynamisch über SAP- und Non-SAP-Systeme hinweg ausführen können.

Beide Ansätze werden künftig eine wichtige Rolle spielen. SAP Build Work Zone bleibt für viele Unternehmen die zentrale Plattform für einen strukturierten digitalen Arbeitsplatz im SAP-Umfeld und für geschäftskritische Anwendungen. Gleichzeitig positioniert SAP Joule Work als neue, KI-native Arbeitsumgebung und als zukünftigen zentralen Einstiegspunkt für die Zusammenarbeit mit SAP-Systemen, AI Agents und intelligenten Geschäftsprozessen.

Die Zukunft liegt aus unserer Sicht deshalb nicht im Entweder-oder, sondern in einem zunehmenden Zusammenwachsen beider Welten: strukturierte digitale Arbeitsplätze im SAP-Umfeld auf der einen Seite und adaptive, KI-gestützte Arbeitsweisen mit Joule Work auf der anderen.

FAQs

Was ist SAP Joule Work?

Was ist SAP Joule Work überhaupt?

SAP Joule Work ist eine neue KI-basierte Arbeitsumgebung von SAP. Statt zwischen vielen Anwendungen zu wechseln, beschreiben Anwender einfach ihr Ziel in natürlicher Sprache – Joule Work organisiert dann Informationen, Prozesse und KI-Agenten automatisch im Hintergrund. SAP beschreibt Joule Work als einen „dynamic workspace”, der sich an der Absicht des Benutzers orientiert.

Ersetzt SAP Joule Work die SAP Build Work Zone?

Nein. SAP positioniert Joule Work ausdrücklich als zusätzliche neue Arbeitsoberfläche – nicht als Ersatz für SAP Build Work Zone. Bestehende Einstiegsportale, Launchpads und digitale Arbeitsplätze bleiben relevant. In den offiziellen Unterlagen steht sogar explizit, dass Joule Work bestehende Entry Points wie SAP Build Work Zone ergänzt.

Worin liegt der größte Unterschied zwischen Joule Work und SAP Build Work Zone?

SAP Build Work Zone organisiert Anwendungen, Inhalte, Rollen und Navigation klassisch in Seiten, Menüs und Workspaces. Joule Work verfolgt dagegen einen KI-zentrierten Ansatz: Der Benutzer formuliert ein Ziel („Ich möchte einen Lieferengpass lösen”), und die Oberfläche erzeugt dynamisch passende Informationen, Aktionen und Prozesse.

Kurz gesagt:
SAP Build Work Zone: strukturierter digitaler Arbeitsplatz
SAP Joule Work: intent-basierter KI-Arbeitsbereich

Muss man in Joule Work überhaupt noch klassische SAP-Apps öffnen?

Teilweise ja – aber deutlich seltener. SAP beschreibt Joule Work als zentrale Oberfläche, die Prozesse, Daten und KI-Agenten über SAP- und Non-SAP-Systeme hinweg koordiniert. Viele Aufgaben sollen direkt aus Gesprächen, Vorschlägen oder dynamischen „Spaces” heraus erledigt werden.

Was sind „Spaces” in Joule Work?

„Spaces” sind dynamische, KI-generierte Arbeitsbereiche. Sie entstehen abhängig vom aktuellen Ziel des Anwenders und stellen automatisch relevante Daten, Aufgaben, Agenten und Aktionen zusammen. SAP beschreibt sie als adaptive Workspaces für komplexe Problemlösungen.

Technische Möglichkeiten & Integration

Kann Joule Work auch mit Non-SAP-Systemen arbeiten?

Ja. SAP betont mehrfach, dass Joule Work Prozesse über SAP- und Non-SAP-Systeme hinweg orchestrieren kann. Möglich wird das unter anderem durch die SAP Integration Suite und neue Agenten-Architekturen.

Welche Rolle spielt KI in Joule Work?

KI ist nicht nur ein Zusatzfeature, sondern die zentrale Bedienlogik. Joule Work nutzt Joule Assistants und Joule Agents, um Aufgaben vorzuschlagen, Prozesse zu automatisieren und Entscheidungen vorzubereiten. Ziel ist laut SAP, dass Menschen sich stärker auf Entscheidungen konzentrieren können, während KI Routineaufgaben übernimmt.

Kann man eigene Erweiterungen oder KI-Agenten für Joule Work entwickeln?

Ja. Dafür führt SAP das neue „Joule Studio” ein. Dort können Unternehmen eigene KI-Agenten, Workflows und Anwendungen entwickeln – sowohl per Low-Code als auch mit professioneller Entwicklung. Joule Studio wird direkt in Joule Work integriert.

Ist SAP Build damit langfristig unwichtig?

Nein. SAP kommuniziert ausdrücklich, dass SAP Build weiterhin verfügbar bleibt und nicht eingestellt wird. Bestehende Projekte können weiter genutzt und erweitert werden. Für neue KI-first-Szenarien empfiehlt SAP jedoch zunehmend Joule Studio.

Verfügbarkeit & Zielgruppen

Wann wird SAP Joule Work verfügbar sein?

SAP hat Joule Work auf der Sapphire 2026 vorgestellt. Die allgemeine Verfügbarkeit ist aktuell für Ende 2026 geplant.

Gibt es Joule Work auch als Desktop- und Mobile-App?

Ja. SAP positioniert Joule Work ausdrücklich als plattformübergreifende Arbeitsumgebung für Browser, Desktop und Mobile. Unterstützt werden unter anderem Desktop-Erfahrungen für verschiedene Betriebssysteme sowie mobile Nutzung inklusive Spracheingabe.

Für welche Unternehmen ist Joule Work interessant?

Vor allem für Unternehmen, die viele Prozesse über unterschiedliche Systeme hinweg koordinieren müssen und ihren Mitarbeitenden eine moderne KI-basierte Arbeitsumgebung bieten möchten. Besonders spannend ist Joule Work dort, wo heute viele manuelle Übergaben, Systemwechsel und Abstimmungen stattfinden.

Sie haben noch Fragen? Wir beraten Sie gerne!

In einem persönlichen Gespräch erläutern wir unverbindlich, wie Sie mit einer der drei oben genannten Technologien Ihren SAP Digital Workplace so umsetzen können, dass Sie Ihr Unternehmen auf dem Weg zum Arbeitsplatz der Zukunft gewinnbringend unterstützen. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin – kostenlos und unverbindlich.

Stefan Bohlmann
Geschäftsführer
T +49 6131–622280

Kontakt

Markus Marenbach
Markus Marenbach
Managing Director

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